To Do Liste (1)

Gestern Abend durfte sich die Brady Group wirklich selbst auf die Schultern klopfen. Das Konzert mit Clyde Barrow war ein voller Erfolg! Ich knippste wie verrückt und konnte tatsächlich ein paar schöne Schnappschüsse ergattern, die ich auch gleich noch direkt nach Konzertende in meinem Online Magazin veröffentlicht habe. Heute Morgen lehnte ich mich erst einmal entspannt zurück und erstellte beim Frühstückskaffee einen Überschlag meines derzeitigen Standes, denn nach der gestrigen Feier wartet wieder die Welt da draussen nur auf mich und meine neuen Berichte!

Tanzende Gäste beim Clyde Barrow Konzert.

Mordfall Chinatown: Die wenigen Fakten bieten zu wenig Anhaltspunkte. Die Polizei tappt im Dunkeln, und ich war unter der Hand informiert worden, dass die Ermittlungen aufgrund fehlender Hinweise eingestellt wurden. Trotz Aufrufen in der Bevölkerung hatte nie jemand das Mädchen auch nur von Weitem gesehen, und absolut niemand kannte sie. Der Polizei sind die Hände gebunden. Die Ermittler tun mir wirklich ein wenig leid, denn ich glaube, bei einem solch jungen Opfer ist die Wut gleich dreifach so gross, wenn man fürchten muss, dass der Mord für immer unaufgeklärt und vor allem ungesühnt bleiben muss. Armes Ding! Ich hätte mir wirklich gewünscht, jemand hätte ihr Gerechtigkeit widerfahren lassen können.

Interview mit Sayo Yoshikawa: Ich verfolgte ihren Fashionblog schon lange vorher und musste sie natürlich unbedingt treffen, als ich davon Wind bekam, dass sie jetzt in NYC wohnt! Ich war begeistert, dass sie sich so schnell zu einem kleinen Interview bereit erklärt hatte.

Miss Yoshikawa lud mich ins Golden Eye ein.
Miss Yoshikawa lud mich ins Golden Eye ein.

Abgesehen von einem netten Artikel über sie hatte ich auch einen Hintergedanken. Denn vielleicht hätte eine kleine Berühmtheit wie Sayo ja etwas zwitschern hören, was diesen Mordfall in Chinatown betraf. Aber es gab nicht mal einen Hauch eines Anzeichens, dass sie etwas gewusst hätte.

Somawell Industries und der Patriot Act of Mental Health Care (PAMHC): Mit Dr. Bieder habe ich mich zu einem weiteren Gespräch getroffen. Nach der Verabschiedung der Gesetzeserweiterung wollte ich mich bei ihm persönlich über erste Einschätzungen, Erfahrungen oder gar Erfolge kundig machen.

Dr. Bieder aalte sich schon in vorweihnachtlicher Gemütlichkeit und hatte dafür sogar seinen Anzug abgelegt.
Dr. Bieder aalte sich schon in vorweihnachtlicher Gemütlichkeit und hatte dafür sogar seinen Anzug abgelegt.

Das Gespräch verlief wieder einmal überraschend gut, auch wenn ich immer im Hinterkopf behalten muss, dass mich schwierige Fragen in Teufels Küche bringen könnten. Ich will schliesslich nicht auf seiner Therapieliege landen! Aber ich hoffe, mit der richtigen Strategie dafür sorgen zu können, dass man mir weitgehend entgegen kommt, und mich, wie auch schon in der Vergangenheit, zwar als notwendiges Übel betrachten mag, aber genauso zu schätzen weiss. Er hat mir auch den Kontakt zu einer MPT Patientin für mein Projekt „Erfahrungsberichte mit MPT“ vermittelt.

Projekt „Erfahrungsberichte mit MPT“: Die Patientin, die sich bereit erklärte hatte, mir für mein Online Magazin über ihre Erfahrungen mit MPT zu berichten, ist Buchhändlerin Hana Crowne! Ich war wirklich sehr überrascht zu hören, dass sie sich inzwischen einer MPT Behandlung unterzogen hatte. Dr. Bieder hatte erwähnt, dass sie auch das neue Werbegesicht für Somawell sei, was sie mir bestätigte. Ich bin sehr gespannt, was sie mir erzählen wird. Eine bessere Kandidatin hätte ich gar nicht bekommen können, denn immerhin klang sie vor wenigen Wochen noch recht skeptisch. Was also hatte ihren Sinneswandel begünstigt?

Kurzbesuch bei Miss Crowne, die mir über ihre MPT Behandlung Rede und Antwort stehen wird.
Kurzbesuch bei Miss Crowne, die mir über ihre MPT Behandlung Rede und Antwort stehen wird.

Mein geplantes Interview musste ich unglücklicherweise aufgrund eines sehr wichtigen Anrufs zunächst verschieben. Aber eine neue Verabredung steht ganz oben auf meiner Prioritätenliste für die nächsten Tage.

Projekt „Erfolgreicher Unternehmer, glücklicher Konsument, verantwortungsvoller Bürger“: Ich wäre fast ein wenig ungeduldig geworden, weil sich Mr. Rockefeller von der Harira Financial Group trotz mehrmaliger Nachfragen mit seiner Rückmeldung ganz schön Zeit liess. Über zwei Wochen hat er mich schmoren lassen! Gut, er kennt solche Strategien vielleicht von seinem Job, wenn es um eine Kreditvergabe oder ähnliches geht, damit die andere Seite irgendwann einknickt und seinen Bedingungen nachgibt. Aber in meinem Job muss ich immer brandaktuell liefern. Da sind schon drei Tage ohne Information der reinste Horror! Nun aber habe ich endlich einen Kontakt. Er empfahl mir, mich mit Mr. Brady von der Brady Group, der auch das Hotel Element gehört, in Verbindung zu setzen. Von meinem geplanten Projekt, das in Serie gehen soll, erhoffe ich mir, dass ich sie mit der namhaften Unterstützung bzw. Empfehlung eines Bankiers Rockefellers nicht nur erfolgreich an We Entertain verkaufen, sondern ebenso wichtige Kontakte knüpfen, mein Portfolio erweitern und meinen Bekanntheitsgrad ausbauen kann.

Projekt „Talkshow“: Kandi Wurzel, Empfangsdame des NYPD, ist ein Naturtalent! Sie hat mich mit ihrem erfrischenden und natürlichen Wesen davon überzeugt, dass sie das neue Starlet am Talkshow Himmel sein könnte. Sie würde dabei auch noch so ganz nebenbei die Polizei New York Citys repräsentieren und Bürgernähe zeigen. Ich bin mir sicher, dass sie den We Entertain Konzern ebenso von sich überzeugen kann. Ein erstes Gespräch mit Andrew Bishop konnte ich bereits führen, und Miss Wurzel und ich freuten uns schon auf ein Treffen im Golden Eye, wo sich Mr. Bishop und Miss Wurzel zum ersten Mal kennen lernen sollten. Unglücklicherweise musste Mr. Bishop den Termin kurzfristig und bis auf Weiteres absagen. Stattdessen wurde ich informiert, dass Mr. Logan Bishop voraussichtlich nächste Woche wieder in NYC zurück ist, und wir dann mit ihm das Gespräch führen sollen. Herrje! Ich hoffe, ich bekomme es ihm verkauft. Mit Andrew Bishop wäre es vermutlich ein Klacks geworden. Aber der Alte soll ja so ein Arschloch sein.

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